Literatur,  Lyrik

Wasser ist wärmer als Luft

ich war Stammgast, trotz des asozialen Rufs, der Schreie
wenn ich Currywurst rieche, habe ich es direkt vor Augen
der Sprungturm, der mein Thron war, nur wenige sind so
tief gefallen wie ich, sicher ein Ass zu sein. Meine Köpper
waren Bauchklatscher, ohne Applaus. Ich handelte nicht
aus dem Kopf, sondern aus dem Bauch heraus. Rutschte
Rutsche, nicht aus. Lieber sang ich im Chlor, klackte mit
Flipflops. Fußpilzgefahr. Zuerst die kalte Dusche, ins kalte
Wasser springen. Die Arschbomben der Ärsche, Fette
in der Pommesfritteuse. Ich schwamm obenauf, mit zwei
war ich einmal ins Nichtschwimmerbecken gerannt und
untergegangen wie ein Stein. Ich fühlte mich leicht und
schwer zugleich. Manchmal behielt ich das T-Shirt an
auf dem no skinny dipping alone stand, was ich damals
nicht verstand. Ich lag im Schatten des Stamms, lernte
Delfin und Schmetterling kennen, aber nie schwimmen
das zitternde Brett ein Echo meines Schlotterns, den Bi-
kini unter Wasser richten, mit Taucherbrille spannend
als ich zum ersten Mal nackt im Meer schwamm, allein
an einem FKK-Strand in Holland schien mir das Freibad
eine Trockenzelle gewesen zu sein. Schwamm drüber

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