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Erasmus Vilnius 2 – Olandų dormitory

See below for the English version.

Das Olandu dormitory ist angeblich das beste, ruhigste und zentralste Wohnheim der Universität Vilnius. Die Rezeption dort ist 24/7 besetzt. Der ältere Rezeptionist spricht kein Englisch, meine Mentorin musste dolmetschen. Nach Vorzeigen des Impfzertifikats und Personalausweises bekam ich einen Vertrag ausgehändigt, den ich mit meinen Daten vervollständigen und unterzeichnen musste. Ein anderer Bewohner half mir. Da ich so früh ankam, durfte ich mich zwischen einem Zweibettzimmer (87€/Monat) und einem Dreibettzimmer (58€/Monat) entscheiden. Ich wählte das Zweibettzimmer.

Die Treppen hoch, durch den dunklen Gang und eine offene Tür in ein Flurstück, das drei Türen enthielt. Die eine Tür führte ins festerlose Bad, in das gerade so eine Dusche, ein Waschbecken und eine Toilette passen (keine Fenster, keine Steckdosen, keine Heizung). Kein Klopapier. Die Klobrille war verrutscht und schmutzig, ebenso das Waschbecken, der Boden und der Abfluss der Dusche. Auf den anderen beiden Türen stehen Zimmernummern, die eine steht auch auf meinem Schlüssel. Damit schloss meine Mentorin auf und ließ mich allein.

Das Zimmer enthielt zwei Einzelbetten, zwei Nachttischkommoden, ein Wandregal, einen Schreibtisch mit einem Stuhl und einen großen Schrank. Genug für die Sachen in meinem Koffer, aber nur eine Arbeitsfläche für zwei Studentinnen… Vier Steckdosen über jedem Bett. Die Heizung ließ sich nicht warmdrehen, ich habe gehört, dass das System erst bei Minus fünf Grad angeschaltet wird. Bettwäsche, ein Kissen und zwei Decken werden vom Wohnheim gestellt. Eine Decke wäre schon jetzt, Ende August, zu wenig. Heute habe ich mir einen Schlafsack besorgt.

Die Küche war besonders am Tag meiner Ankunft dreckig und enthält bis auf zwei Spülen, zwei Kühlschränke, zwei Herde und eine kleine Arbeitsfläche nichts. Unter der Woche kommt wochentags eine Putzfrau und wischt die Böden und grob über die Küchenoberflächen.

Am nächsten Tag kaufte ich mir Klopapier, Seife, einen Wasserkocher (eine Wärmflasche ist ein echter Geheimtipp bei einem kühlen Zimmer), Besteck, einen Teller, ein Schälchen, eine Glastasse und zwei Bratpfannen. Ich war begeistert, was es im Rimi-Supermarkt fünf Minuten von hier entfernt alles zu kaufen gibt!

Meine Mitbewohnerin, eine spanische Erasmusstudentin, kam einen Tag später als ich an, wie die meisten. Es reicht, zu Beginn der Orientierungswoche anzureisen, vorher ist das Wohnheim leer. Auch der Gemeinschaftsraum, der am Treppenhaus liegt. Zwei Tage später wurde ein improvisierter Tisch hineingestellt und von zwei Betten umrahmt. Immerhin.

Mehr später, wenn ich mich eingelebt habe.

Olandu dormitory is said to be the best, quietest and most central dormitory at Vilnius University. The reception there is staffed 24/7. The older receptionist does not speak English, so my mentor had to interpret. After showing my vaccination certificate and ID card, I was handed a contract, which I had to complete with my details and sign. Another resident helped me. Since I arrived so early, I was allowed to choose between a twin room (87€/month) and a triple room (58€/month). I chose the twin room.

Up the stairs, through the dark corridor and an open door into a hallway that contained three doors. One door led into the festerless bathroom, which barely fit a shower, sink and toilet (no windows, no sockets, no heating). No toilet paper. The toilet seat was slipped and dirty, as was the sink, the floor and the shower drain. There are room numbers on the other two doors, one of which is also on my key. With that, my mentor unlocked the door and left me alone.

The room contained two single beds, two nightstands, a wall shelf, a desk with a chair and a large wardrobe. Enough for the stuff in my suitcase, but only one work surface for two students… Four sockets above each bed. The heating couldn’t be turned up warm, I’ve heard that the system doesn’t turn on until minus five degrees. Bed linen, a pillow and two blankets are provided by the dormitory. One blanket would already be too little at the end of August. Today I got myself a sleeping bag.

The kitchen was dirty, especially on the day I arrived, and contains nothing except two sinks, two fridges, two cookers and a small work surface. During the week, a cleaning lady comes on weekdays and mops the floors and roughly over the kitchen surfaces.

The next day, I bought toilet paper, soap, a kettle (a hot water bottle is a real tip for a chilly room), cutlery, a plate, a small bowl, a glass cup and two frying pans. I was amazed at what was available at the Rimi supermarket five minutes from here!

My roommate, a Spanish Erasmus student, arrived a day later than me, like most. It’s enough to arrive at the beginning of orientation week, before that the dorm is empty. Even the common room, which is located by the staircase. Two days later, an improvised table was put in and framed by two beds. At least.

More later, when I’ve settled in.

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