Reisen

Berlin, Tag 2

First we take Manhattan, then we take Berlin“ – Leonard Cohen

Wir machen es umgekehrt. Just Kids, wie Patti Smith und Robert Mapplethorpe. Einfach los, in die falsche Richtung laufen. Wie viel Müll auf diesen Straßen liegt. Sie erinnern mich an meine Geburtsstadt, mein Elternhaus könnte hinter die nächste Ecke passen, nur liegen dort nicht so viele Scherben, Autoteile und Pommesreste herum.

Berlin-Tempelhof. Vertrocknetes Graß. Zum ersten Mal von unten aus Weite. Siegesgesang der Vögel. Der ehemalige Flughafen wird von der Natur zurückerobert. Blumenwiese. Ein herabstürzender Falke. Mauselöcher. Auf der Landebahn breite ich die Arme aus und du schießt Fotos.

Stasi-Museum. Erinnerungen an Geschichte. Wissenserweiterung. Seit der Schule wiege ich mich in Sicherheit, genug zu wissen, doch es gibt noch so viel mehr, so viele bedeutsame Details. Anstrengung, alles zu erfahren.

Sonnenallee, das längere Ende. Wie muss das kürzere aussehen? Falafel, mir vertraut, dir fremd.

Englischer Garten mit Teehaus, doch wir trinken keinen Tee, wir warten nicht. Siegessäule. Schloss Bellevue, schöne Aussicht unter einem Baum an der Spree.

Hier passiert alles schneller. Erdbeere mit Mascapone, das heutige Eis.

Kommentar verfassen